Manchmal erschüttert etwas deine Seele so sehr, vielleicht das Trauma der eigenen Kindheit, dass sich dadurch alles für immer verändert. Normalität war dann niemals eine Option. Du wirst entweder sehr weise, oder du wirst wahnsinnig. Du blickst auf all das Chaos in dir. Und du lachst. An der unpassendsten Stelle. Wo eigentlich Traurigkeit hingehört. Das weiterlesen
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Wachsen
Weise meint fast das Selbe, wie in sich verfahren. Der Unterschied ist nur, dass man irgendwie zu sich zurückgefunden hat. Was sehr ironisch ist, so vehement wie man beschlossen hatte sich selbst aus dem Weg zu gehen. Man ging einfach nur weiter, weil man wissen wollte, was vielleicht noch kommt. Und in dieser Vorwärtsbewegung, diesem„Wachsen“ weiterlesen
Bücher sind wie kleine Schiffchen
Bücher sind wie kleine Schiffchen, mit denen sich über den Alltag fahren lässt. Ihre Abenteuer passen in Busfahrten, in kleine Pausen und in Wartemomente jeglicher Art. Sie sind Sinn in all dem Wahnsinn, das Schöne und das Hässliche, in all dem Grauem. Und wenn ich kein Buch bei mir habe, dann lese ich eben die„Bücher sind wie kleine Schiffchen“ weiterlesen
In dem Sehen von uns selbst
Du erkennst dich ganz anders, als man dich von außen erkennt, weil du dich nur von innen betrachtest. Genauso wie die anderen, während sie dich von außen sehen, niemals dein Inneres erkennen. Nur wenn wir die selbe Höhe und die selbe Tiefe teilen, sehen wir einander, in dem Sehen von uns selbst.
Sein in all dem Werden und zwischen dem Vergehen
Etwas gut einfach sein lassen können, bevor man noch Wahnsinnig wird, ohne wiederum in völlige Passivität zu verfallen, nicht alles reparieren zu wollen, gegen alles kämpfend, sondern sein Leben zu leben, aber gleichzeitig auch die eigenen Möglichkeiten nutzend und erkennend. Sein in all dem Werden und zwischen dem Vergehen. Weil man gefestigt scheint, dabei aber„Sein in all dem Werden und zwischen dem Vergehen“ weiterlesen
Das unverstanden Gebliebene und die Erinnerung
Das menschliche Gedächtnis in seiner Funktion ist faszinierend. Manchmal wohnt man Ereignissen bei, in Lebensjahren, in denen man noch nicht begreift, aber der innere Schreiber dokumentiert alles genauso wie es geschehen ist, ob man etwas nun verstanden hat oder nicht. Und weil diese Erinnerung ganzheitlich so intakt ist, stößt man fast unvermeidlich irgendwann wieder in„Das unverstanden Gebliebene und die Erinnerung“ weiterlesen
Einsamkeit
Wenn man sich einsam genug fühlt, wird alles was man gerade macht etwas Schlechtes. Weil man es nur tut, um dieses Gefühl mit irgendetwas auszustopfen, damit man nicht allein mit dem Alleinsein ist. Am Schlimmsten ist es, wenn es als Blitzgefühl kommt, dann trifft es einen am unvorbereitetsten, und es ist egal ob die Gründe„Einsamkeit“ weiterlesen
Vielleicht
Vielleicht ist man meistens nur verliebt in die Liebe? Vielleicht muss das so sein? Und nur ein Mensch der besonders leuchtet, macht diese Faszination persönlich und sich dieses Gefühl zu eigen. Vielleicht beginnt Liebe immer als Sehnsucht? Bis sie jemand zu Geborgenheit machen kann. Weil er es schafft im Außen als Person so zu sein,„Vielleicht“ weiterlesen
Ein Kaleidoskop aus Gliedmaßen
Menschen in Kamasutrapositionen erinnern mich an sexuelle Transformer. Da ragt plötzlich ein Bein hervor, wo man eigentlich eine Hand vermutet hätte, und die ganze anatomische Ordnung macht keinen Sinn mehr, als ob man ein Kaleidoskop aus Gliedmaßen betrachten würde. Ich wäre völlig ratlos und wüsste gar nicht mehr, wo ich ihn jetzt reinstecken sollte, schon„Ein Kaleidoskop aus Gliedmaßen“ weiterlesen
Sitznachbarn
Das geheime Postsystem der Schule funktionierte ziemlich gut. Man brauchte dafür nur einen willigen Sitznachbarn, um die kleinen handwarmen Zettelchen herumzureichen. Man sollte gar nicht glauben, wie verschworen Kinder solche kleinen Dienste aneinander leisteten. Vielleicht weil es sich um eine mikroskopische Rebellion gegen die Aufsicht durch die Erwachsenenwelt handelt, die niemals die Wichtigkeit solcher kleinen„Sitznachbarn“ weiterlesen