Interkulturelles Zustreben

Es sollte mehr kulturellen Austausch geben. Wir wissen zu wenig übereinander. Dieses menschliche sich gegenseitige Begreifen der Eigenarten, das Sortieren von Eindrücken von allem was zuerst fremd und dann vertraut ist, weil man die Entsprechungen erkennt, wodurch es sich mit dem eigenen Inneren verschränkt, bis in das Ausbreiten des eigenen Zuhausegefühls in etwas Fremdes. Wenn man sich mit anderen Kulturen beschäftigt, magnetisiert das die Seelen füreinander, und die Distanz schrumpft. Wenn man etwas von außen kennengelernt hat, das ist so, dass man erst vor den Dingen steht und sich wundert, danach findet irgendwann das Kennenlernen von innen statt. Und erst dann ist man wirklich vertraut damit. Alles andere ist ein Beschreiben. Dann erkennst du, dass in allen Unterschieden auch eine Gleichheit liegt, das sich alles spiegelt und gegenseitig die Kinder seiner formen erkennt. Und dann ist es die Faszination für etwas, dessen bekannten Schatten man schon lange liebgewonnen hat.

Ringsegment

Wien war eine Stadt wie eine Insel, nachts schwammen ihre Gebäude zwischen den Lichtern, wie graue Finger wenn man seine Hand vor dem Horizont ausstreckte, mit Licht und Lärm in allen Zwischenräumen. Alles roch nach Beton, Nachtleben, Hundescheiße und Mensch. Es war eine Stadt um die Ruhe zu zerstören und einem den Schlaf zu nehmen. Unruhiger Verkehr floss durch die Venen ihrer Hauptstraßen und es gab nie ein Abebben ihrer Geräuschkulisse. Die ganze Stadt ein einziger Motor, die Menschen als Benzin und jedes einzelne Leben ein Kolben. Überall floss Blut, Blaulicht, Fremdsprache und Rotlichtkultur. Prostitution passierte dort, wo sich niemand hätte einen besseren Namen dafür ausdenken können, auf dem Gürtel, eine Hauptverkehrsader, die als Ringsegement um den Stadtkern führte, dort wo man hin ging um die Hosen runter zu lassen, und wo man sich seinen Stoff besorgte. Ein Kriminalitätszentrum dessen Geschichten man ständig in der Nase hatte. Ich erkannte diese Gegend an ihrem Geruch, ihrer vergorenen Milch, mit der sie die Süchtigen an ihrer Burst säugte.  Die verschwitzten Männer, die aus den Massagesalons kamen, ein fester Teil der Kulisse, wie geile Komparsen in einem Kriegsfilm. Die Frauen mit hochhackigen Stiefeln und kurzen Röckchen, nicht wirklich schön, wie sie ihre Krankheiten feilboten. Das sprichwörtliche und wortwörtliche Rein und Raus des Nachtlebens, dieser Wille zur Penetration, kulturell und sexuell, dass man es riechen konnte.

Physiotherapie IV

Da er mir ja die Lockerung meines Oberschenkels angedroht hatte, hätte ich eigentlich schalten können und meine Optik der Therapie anpassen können. Da ich aber eine alte Frau bin … *grins, kann ich einfach nicht an alles denken. Gut, ich natürlich den beste ever BH aus meinem Dessous Schrank gegriffen und um meinen Körper gebunden und irgendeinen String (ey, nicht lachen, war aber 1a so) aus der Schlüppikiste und über den Hintern gezogen.

Gut, dort angekommen, sagte er … Tadaaa, Bein ist dran, bitte Hose ausziehen! Ich denke, waaas? und zweifle ein wenig an meinem Verstand, da er das ja prinzipiell angedeutet hatte, oder wurde schon mal jemand von Euch durch die Hose massiert?! Sowas passiert doch nur so vier Sekunden im Pornos, bevor sich alle die Lumpen vom Leib reißen. Gut, mein BH bleibt also ungesehen, logisch, da mir das Bein ja nicht am Ohr angewachsen ist.

Schade eigentlich!

Ich ziehe die Hose aus und er lässt mich kurz allein. Prima hab ich wenige Sekunden, um meinen String zu begutachten. Okay, nicht ganz schlimm, denke ich. Auf einer Skala von eins bis zehn bekommt er ne drei minus. Zehn wäre Passionata gewesen. Ich schaue ihn an und er sagt, ich soll mich auf den Bauch legen. Das macht erneut so viel Sinn wie in der Sitzung davor shirtless zu sein, aber ich drehe mich grinsend um und präsentiere ihm meinen drei minus Stringtanga. Ob er ihn mag, kann ich nicht sagen. Egal, ob jetzt mein Hintern oder das miniwinzige Stück Stoff.

Ich fühle mich sehr weiblich, frage mich aber trotzdem, warum ich aus der Nummer mit dem Osteopathen nichts gelernt habe. Denn grundlegend hatte ich mir fest vorgenommen, einen ARSCHUMSPANNENDEN Schlüppi in der Handtasche zu haben. Hatte ich natürlich nicht und so blamiere ich mich mal wieder knapp drei Minuten, dann legt sich ein Schalter um und es ist mir egal. Was immer er macht, er ist mal angenehm, mal schmerzhaft und er quatscht dabei und quatscht und quatscht. Ich stelle mir vor, dass er beim Sex auch so viel labert und finde das irgendwie abturnend, es sei denn, es ist schmutzig.

Irgendwann drehe ich mich um, er macht weiter irgendwas und ich genieße, dass ich mal nichts tun brauche und vor allem auch nicht schummeln muss. Er strahlt mich an und ich denke, dass er bei ner Schlüppi-zehn von Passionata wahrscheinlich dahingeschmolzen wäre, wobei …, wenn die Jungs nicht mal nen Stück Butter im Kühli finden, hätte der String auch ne Eins minus sein können. Mittendrin erwähne ich permanent, dass ich doch eine alte, alte Frau bin, was er charmant abschmettert und ich bekomme die Komplimente meines Lebens.

Ich genieße. Selbstliebe und so weiter …

Zum Schluss muss ich mich mit dem Rücken an die Wand stellen und meine Arme anwinkeln. Er tritt an mich heran und drückt meine Arme an die Wand und fordert mich auf, meine Schultern ebenfalls an die Wand zu drücken. Wir tragen beide einen Mundschutz und können uns in diesem Augenblick nur in die Augen schauen.

Damit alle nochmal diesen Moment nachvollziehen können. Ich im String, Shirt und BH, natürlich typisch für Deutschland … kurze Socken! *smile

Mit den Armen an die Wand gedrückt von der volltätowierten Sahneschnitte von Physiotherapeut. Und so lässig er auch sein möchte, so cool im Äußeren, sein Blick spricht Bände.

Ich sehe seine Verwirrung! Egal wie Pokerface er mit seinen 26 Jahren sein mochte, der Moment war auch für ihn eine Nuance Magie …

YES, denke ich … mit 42 Jahren und gehe mit einem Lächeln aus dieser Sitzung.

Finish

Physiotherapie III

Er weist an, dass ich mich hinlegen soll, gefällt mir schon aufgrund der grandiosen Fettverteilung wesentlich besser als Sitzen. Zufrieden schwinge ich meinen Körper in die Horizontale und lausche seinen Urlaubserzählungen. Er war also mit einem Kumpel in Las Vegas.

Krass, man verdient als Physiotherapeut anscheinend gutes Geld, neidet die erfolglose Schriftstellerin in mir und ich muss zeitgleich permanent irgendwelche Bauchübungen machen, die meine minimal vorhandenen Bauchmuskeln gar nicht gut finden, da völlige Überlastung nach wenigen Sekunden. Ich unterdrücke dieses Hilfe-ich-kann-nicht-mehr-Zittern in meinem Bauch so gut es geht und lächle ihn an. Natürlich motiviere ich ihn weiter zu erzählen, damit er meine Muskelschwäche nicht bemerkt.

Da ich echt eine verdammt gute Merkfähigkeit habe, frage ich mich natürlich immer noch, warum ich hier nur in BH und kurzer Hose liege, während er von Vegas schwärmt und ich kaum noch Luft bekomme, dennoch so tue, als wären diese ganzen Bauchgedöns Übungen absolut lächerlich für meine übersportliche Konstitution.

Pokerface ist halt manchmal alles! #pokerfacekannich

(Wichtig im Kontext, ich bin kein neidischer Mensch, zwar erfolglose Schriftstellerin, aber nicht neidisch. Musste ja gesagt werden.)

Ich schummle bei den darauf folgenden Oberschenkelübungen (ich schummle rechts und links, konsequent bin ich in jedem Fall), die auch meine nur zu 0,74% vorhandenen Bauchmuckis stählen sollen, bis er mir folgendes erzählt …

Er sagte mir, dass der amerikanische Lifestyle ihm verdammt gut gefiel, dass die Menschen dort in Vegas unglaublich offen und nett wären. Dass die Frauen ankamen und beiden Männern sagten, wie cool und attraktiv sie sie fanden und ich nicke, schummle weiter und denke mir, dass die deutschen Frauen da in der Tat was lernen könnten. Er redet und redet, abschließend triumphiert er auf, indem er mir erzählt, dass er und Kumpel in Amiland gefragt worden, ob sie Stars seien.

Okay, denke ich mir, wäre ich jetzt auch 26 so wie du und ne einsame Single Lady, so würde ich dir sicher huldigen, dir meinen String schenken und dir sagen, dass ich ein tätowiertes Kind von dir will, so aber, aus der Perspektive einer 42-jährigen Frau muss ich mir ernsthaft das Lachen verkneifen, finde ihn aber echt niedlich, da ich das Gefühl habe, dass er sich sehr anpreist. Und dann betont er noch, dass er und Kumpel tatsächlich wie Stars aussehen würden, wenn sie sich erst mal zurecht machten.

AHA.

Ich schaue ihn an, schummle unten weiter und frage mich, was zurecht machen in seinem Leben bedeuten könnte und während Eyeliner, Mascara und Make-up vor meinem geistigen Auge auftauchen beendet er Sitzung I/VI mit den Worten, dass er nächstes Mal meine Muskulatur am Bein lockern will.

Fast knurre ich vor Freude, gehe aber mit zwei Fragezeichen aus dieser Achtung, Zwinker …

Session 🤪

1. Was heißt zurecht machen?

2. Darf Frau von Welt das diesen behackten Typen fragen?

3. Warum war ich shirtless in dieser Session?

4. Was bedeutet es, wenn mein Bein das nächste Mal dran ist?

5. Nackt?

6. Nur im Slip?

7. Shirt und Slip aber ohne BH?

Ich akzeptiere in dieser Minute nicht gut rechnen zu können, aber sieben Fragezeichen passen optisch auch nicht über meinen Kopf.

Coming soon. Oberschenkelmuskeln lockern! Oder Part IV

Physiotherapie II

Der behackte Typ ist echt gut drauf. Woran ich das merke? Sprache, Lächeln, Körperhaltung und natürlich die berühmtberüchtigte weibliche Intuition. Er sagt, ich soll mir ne Kabine aussuchen, ich wähle die goldene Mitte, in meiner Fantasie kommt er strippend hinterher. Aber nur, weil ich wissen will, ob der ganze Körper tätowiert ist und wenn ja, wie das wohl aussieht. Ja, ja, ich sehe euch doof gucken. Nicht immer gleich an Sex denken, Ladies.

Dort angekommen fragte er mich, welche Probleme ich hätte. Ich gebe ihm einen kurzen Überblick:

Krankenhaus

Operation

Langeweile

Physiotherapie

Done.

Ich glaube er ist von meinem Talent, Dinge kurz und knapp zusammenfassen zu können (als Frau) tief beeindruckt, denn ich empfinde ihn zumindest kurzzeitig sprachlos. Er will meinen Verband sehen und ich denke mir, so müssen sich die Paparazzi-geplagten-Promis fühlen. Dann aber denke ich daran, dass, wer Narben hat, ja immerhin was Cooles erzählen könnte.

Warum Konjunktiv? Weil ich ihm natürlich nicht von der OP, dem sahneschnittigen Operateur in.meinem.Alter, dem Gott des adipösen Körpers oder vom Nachthemddieb erzählen würde.

Frau von Welt tut das nicht. Stattdessen kommen wir ins Gespräch. Es geht um das Smalltalk Thema schlechthin.

Sex

(hättet ihr wohl gern)

Wetter

(Scheiße, so alt sind er und ich nicht)

Krankheiten

(siehe oben)

Arbeit

(ich bitte Euch, ich war krankgeschrieben, da geht’s never um den Job)

Wir sprachen über Urlaub, bis er ohne Vorwarnung sagte, dass ich mal mein Shirt ausziehen sollte. Hääää? Was stimmte denn mit dem nicht, dachte ich mir, da es zu keiner Zeit einen Grund gab, shirtless zu sein. Bissel komisch, aber er war der Chef, dachte ich mir und während er weiter vom Urlaub sprach, ärgerte ich mich, dass ich son 0815 BH angezogen hatte …

Wenigstens war ich frisch geduscht. Yeahhh …

Coming soon. Part III  

Physiotherapie

Da mein alter Körper seit letztem Jahr nicht mehr ganz so unproblematisch weiteraltern wollte, musste ich mich mal operieren lassen. Wer Narben hat, kann was erzählen. *Überlegen cool mit dem Kopf nick

Über die OP und allem was dazugehört, könnte ich sicher ein paar Geschichten schreiben. Wichtig für den aufmerksamen Leser ist in jedem Fall der Aspekt, dass der operierende Chirurg im Prinzip so alt war wie ich, wirklich gut aussah und meinen Körper nackt gesehen hat. Also kurz vor der OP. Ich hatte schon Wochen vorher zum Gott der adipösen Körper gebetet, dass er noch nicht da sein würde, wenn ich in den OP gefahren werde …

Er war da.

Und schaute mich freundlich an, dann einigten wir uns gemeinsam auf die betroffene Seite, welche sich dem Skalpell beugen sollte. Meine gewitzte, humorvolle Gehirnhälfte hätte gern die Gegenseite gesagt, aber vor einer Operation bin ich natürlich nicht so humorvoll wie sonst.

Gut, geeinigt. Ja, auf die richtige Seite.

Das Schlimme war ja eigentlich nur, dass während er mich fragte, welche Seite „wir“ (*grins) aufschneiden, mir irgendwer, -den ich aufgrund von Maske, Haarnetz und einfach, weil er/sie/es mir unbekannt war-, das leichte Flügelhemdchen über meine Oberarme zog.

Natürlich habe ich denjenigen abgewehrt, der blank ziehen wollte. So geht das schließlich nicht, fand ich. Ich entscheide doch wohl, wann hier wer blankzieht! Mal im Ernst, so ein Netzschlüpfer ist halt echt nichts, was Mann oder Frau mal eben darbieten will. Unerotischer geht echt nicht. Aber dann konnte ich mir keinerlei Gedanken mehr machen, denn dann wirkte das Narkosemittel und …

Zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz

… (simulierte Narkosedauer)

Naja, in jedem Fall ging alles gut, ich musste ein wenig bleiben, alles war langweilig und ich durfte dann irgendwann nach Hause.

Mit Physiotherapierezept.

Zack dort angerufen, Termin bekommen, hingefahren.

Es begrüßt mich ein Mitzwanziger, beide Arme, Hals und Beine komplett tätowiert. Lange Haare zum Pferdeschwanz gebunden.

Er strahlt mich an …

Coming soon. Part II

Physiotherapie minus 1

Operiert zu werden ist ja grundlegend schon mal so erotisch wie nen Knoblauchbrot beim ersten Date, welches der männliche Part grob kauend verschlingt, beim Sprechen die Hälfte aus dem Mund verliert und das alles nicht mal wirklich mitbekommt. Während die Frau das Spektakel mit weit aufgerissenen Augen beobachtet, nur noch sprachlos nickt, was er wiederum als absolutes Interesse an seiner Person wertet.

Was ne Vorstellung für ein erstes Treffen, oder?

#romantikkannich

Operiert werden ist auch vergleichbar mit akuten Hämorrhoiden ohne Apotheke oder Chirurgen in der Nähe. Am besten bekommt man die Klabusterbeeren im Urlaub, wo niemand nicht helfen kann.

Soweit. Nicht gut, denn …

Fakt war, das der Operateur lediglich vier Monate älter war als sie, selbstverständlich gutaussehend und. jetzt. kommts. DICKE! (Wirklich dicke!)
 

 

 
Spannungsaufbau!
 

 

 
Ihr weiblicher, adipöser, Cellulite angehauchter über 40-jähriger Hintern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit diesem gutaussehendem, 40 Jahre und vier Monate altem, wirklich gutaussehenden Chirurgen auf dem Silbertablett präsentiert werden würde …

Autsch. Doppelautsch, Dreifachautsch …

Egal wie viel Autsch, ihr Hintern war ne hausgemachte Katastrophe. Diese Gedanken an ihren eigenen Hintern kamen ihr natürlich nicht sofort.

Psychologisch auch sehr wertvoll.

Also was geschah im Vorfeld, bevor sie an ihren Hintern dachte:

Drei Tage sollte sie im Krankenhaus bleiben, was natürlich an Langeweile und Einöde nicht zu überbieten war. Also, was brauchte Frau von Welt für die stationäre Krankenhauszeit von zwei Nächten?

1. 6 T-Shirts. 1 Langarm und 5 Kurzarm Shirts
2. 6 Paar Socken, kurze, ganz kurze, mittel und lange, dicke und dünne
3. Einen Jogginganzug, sich einmal so richtig gehen lassen, yeahhh
4. 6 Strings (verschiedene Farben, je nach Laune)
5. 6 Schlüppis für die Nacht
6. Einen BH zum Wechseln
7. Flip Flops, denn ohne geht gar nixxxx
8. Eine kurze Schlafhose, falls es warm sein würde
9. Eine lange Schlafhose, falls es kalt sein würde
10. 250 gr. Gummitiere – trotz ww – der Tag war dann definitiv nicht blau
11. 200 gr. Pfefferminzdragees – Tüte ging voll zurück
12. Opulenter Kulturbeutel, Einzelheiten werden hier verschwiegen

Zack, alles war schnell gepackt und die Operation noch 9 Tage hin. Sie war in jedem Fall zufrieden, die Operation konnte kommen. Am Wochenende davor bemerkte sie, dass ihre Füße nunja, Flip Flop Füße halt. Klingt komisch, aber sie trug nun mal stets und ständig Flip Flops, was man ihren Füßen eben auch ansah.

Sie begann darüber nachzudenken und erschrak, als ihr klar wurde, dass sie in Bauchlage operiert werden würde. Beste Aussicht auf ihre Flip Flop Füße. Zack, Feile geschnappt und ratzfatz, janz fixe Schnitzel in vier Stunden die Flunken in Bestform gefeilt. *freu

Yes! Die Operation konnte kommen!

Zwei Tage vor der OP kam das Vorgespräch mit dem Anästhesisten, der ihr professionell erklärte, dass das OP-Team sie nachdem sie narkotisiert wurde, auf dem Bauch drehen würde.  

Kopfkino an …

Voller Stolz dachte sie an ihre gefeilten Füße.
Voller Panik an ihren Bauch.

Die Zeit war reif, sie musste sich in jedem Fall ihren Bauch im Liegen anschauen, sich dann langsam auf die Seite wälzen und genaustens gucken, wie das so wirkte.

Gesagt. Getan. Diskussion beendet.

Das Ding war hoffnungslos, in zwei Tagen konnte sie nix mehr machen.

Die Füße waren makellos. Jeder im OP-Saal durfte die bewundern. Als es dann losging, wurde alles um sie geschäftig, mittlerweile war klar, dass ihr kugeliger Hintern im Fokus stehen würde und ja, auch dass sie in Bauchlage gedreht werden würde.

(Die Füße waren top!)

Und dann, als sie dachte, dass alle Peinlichkeit durchdacht war, zogen ihr die Leute dieses unerotische Nachthemdchen vom Leib.

Hilfe, jetzt sah ja jeder (auch dieser gutaussehende Arzt) ihre Brüste, dachte sie noch, als die Narkose sie tief in den Schlaf zog.

CS und so weiter …
 

Nicht-Begrüßungen II

Und ich werde überfallen, wenn ich nach Hause komme. Sie quatschen und quatschen als müssten sie jemand Stummes mitkompensieren, und doch reden sie nicht mit mir, nur mit sich, schließlich sind sie zu viert. So wie Du Dir wünscht, seine Gunst den ganzen Tag zu umwerben, so hätte ich manchmal, aber nur manchmal mehr Ruhe.