Ich versuche nicht bemüht gut zu sein. Weil ich nur so gut sein kann, wie ich es eben bin. Will ich mehr als das, wird es zu Heuchelei. Also versuche ich stattdessen ehrlich zu sein, weil sich aus Erfahrung das Gute daran selbstständig vermehrt.

Genies auf dem Gebiet der Traurigkeit

Wenn man sich oft unwohl in der eigenen Haut fühlte, ist das als ob jemand gegen das Gehäuse treten würde, in welches die eigene Seele verpackt ist. Manchmal lockert sich dann etwas, gibt einem das Gefühl neben sich zu stehen, und sich selbst beobachten zu können. Weil so eine Seele dann nicht mehr so fest„Genies auf dem Gebiet der Traurigkeit“ weiterlesen

Das Spiel des Erfolgs und der Beliebtheit

„Wir Amerikaner haben uns gelernt besser zu inszenieren als jedes andere Volk. Weil wir am schnellsten begriffen haben, dass Authentizität immer etwas Halbes bleibt. Echte Mimik ist nicht filmreif dramatisch. Aus dem Leben gegriffene Dialoge sind nicht geschliffen bis zu einem Opus. Die Natürlichkeit ist eine Andeutung. Etwas das interpretiert werden muss, und das Vertrautheit„Das Spiel des Erfolgs und der Beliebtheit“ weiterlesen

Gestrandete

Es ist nicht eure Schuld, dass ich nicht in eure Welt passe. Auch weil ich eigentlich weiß, dass sie niemandem gehört, dass jeder ein Stück weit fremd ist, aber weil mir der Gedanke nicht hilft, schiebe ich ihn weg, und trenne zwischen mir und euch. Wir sind alle Gestrandete. Angespült an verschiedenen Ufern des Lebens.

Rausgeprügelt

Ich habe nicht selbst geschlagen sondern nur zugesehen, während die anderen Jungs auf ihn einschlugen bis er zu Boden ging. Manche haben halbherzig zugeschlagen, diejenigen die sich überwinden mussten, weil sie dazugehören wollten. Andere haben Anlauf genommen und ihn mit vollem Schwung ins Gesicht geboxt, weil sie sich damit vor den anderen als Anführer beweisen„Rausgeprügelt“ weiterlesen

Das nobelste persönliche Ziel ist die Überwindung der Angst vor der Wahrheit, egal wie sehr diese uns auch verletzen mag, weil sie uns in den Pathos der ganzen Welt zurückführt und uns mit der Erinnerung an ihren kollektiven Schmerz rückverbindet.

Auf kluge Art dumm

Selbsteinschätzung ist immer eine Herausforderung. Wir alle halten uns im Allgemeinen für viel klüger, als wir es eigentlich sind. Es geht sogar soweit, dass unsere Gesellschaft so sehr nach Prestige giert, dass wir Bescheidenheit oft für eine Schwäche halten. Und damit meine ich nicht dieses künstliche gedrückt sein und sich klein machen, sondern die ehrliche„Auf kluge Art dumm“ weiterlesen

Meta as Fuck

Einer meiner Lieblingsmomente in Videospielen, ist erst durch die Erinnerung entstanden. Das war damals nicht mal ein besonders gutes Videospiel. Auch den Namen weiß ich gar nicht mehr. Ein Point and Click Adventure war es, zu einer Zeit als dieses Genre bereits quasi ausgestorben war. Da gab es eine Referenz an Matrix, zu der Zeit„Meta as Fuck“ weiterlesen

Die Dunkelheit in Kellern

Die Dunkelheit in Kellern scheint dafür gemacht worden zu sein, um Menschen, vor allem die kleineren Versionen von ihnen (informell Kinder), auszuladen. In ihrer Katakombenatmosphäre, die nur von arachniden Architekten wertgeschätzt wird, um unbehelligt ihre seidige Weberkunst auszuführen, fühlen sich Menschen von einem Untergrundgefühl heimgesucht, welches sie mit der Urangst vor Unterwelten verknüpft. Es ist„Die Dunkelheit in Kellern“ weiterlesen

Bleibe bei dir

Wenn man etwas liebt, besonders in der Kunst, vertieft man sich solange darin, bis aus Talent und Anlage eine Fähigkeit wächst. Man wird besser darin sich selbst zu verwirklichen. Das ist oft der schmerzhafte Punkt, an dem man beginnt sich dafür Anerkennung zu wünschen, und das birgt für die meisten sehr viel Enttäuschung. Darum halte„Bleibe bei dir“ weiterlesen