Manchmal erschüttert etwas deine Seele so sehr, vielleicht das Trauma der eigenen Kindheit, dass sich dadurch alles für immer verändert. Normalität war dann niemals eine Option. Du wirst entweder sehr weise, oder du wirst wahnsinnig. Du blickst auf all das Chaos in dir. Und du lachst. An der unpassendsten Stelle. Wo eigentlich Traurigkeit hingehört. Das weiterlesen
Kategorie-Archive: Kurztexte
Wachsen
Weise meint fast das Selbe, wie in sich verfahren. Der Unterschied ist nur, dass man irgendwie zu sich zurückgefunden hat. Was sehr ironisch ist, so vehement wie man beschlossen hatte sich selbst aus dem Weg zu gehen. Man ging einfach nur weiter, weil man wissen wollte, was vielleicht noch kommt. Und in dieser Vorwärtsbewegung, diesem„Wachsen“ weiterlesen
Bücher sind wie kleine Schiffchen
Bücher sind wie kleine Schiffchen, mit denen sich über den Alltag fahren lässt. Ihre Abenteuer passen in Busfahrten, in kleine Pausen und in Wartemomente jeglicher Art. Sie sind Sinn in all dem Wahnsinn, das Schöne und das Hässliche, in all dem Grauem. Und wenn ich kein Buch bei mir habe, dann lese ich eben die„Bücher sind wie kleine Schiffchen“ weiterlesen
In dem Sehen von uns selbst
Du erkennst dich ganz anders, als man dich von außen erkennt, weil du dich nur von innen betrachtest. Genauso wie die anderen, während sie dich von außen sehen, niemals dein Inneres erkennen. Nur wenn wir die selbe Höhe und die selbe Tiefe teilen, sehen wir einander, in dem Sehen von uns selbst.
Vielleicht
Vielleicht ist man meistens nur verliebt in die Liebe? Vielleicht muss das so sein? Und nur ein Mensch der besonders leuchtet, macht diese Faszination persönlich und sich dieses Gefühl zu eigen. Vielleicht beginnt Liebe immer als Sehnsucht? Bis sie jemand zu Geborgenheit machen kann. Weil er es schafft im Außen als Person so zu sein,„Vielleicht“ weiterlesen
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Soziologie der Menschheit immer gleich ist und auch war. Ein Blick über die Jahrhunderte bringt die Erkenntnis, dass die Menschen sich immer gleich verhalten. Was bedeutet … Man erkennt die Menschen immer. Es braucht nur Geduld.
Ich versuche nicht bemüht gut zu sein. Weil ich nur so gut sein kann, wie ich es eben bin. Will ich mehr als das, wird es zu Heuchelei. Also versuche ich stattdessen ehrlich zu sein, weil sich aus Erfahrung das Gute daran selbstständig vermehrt.
Gestrandete
Es ist nicht eure Schuld, dass ich nicht in eure Welt passe. Auch weil ich eigentlich weiß, dass sie niemandem gehört, dass jeder ein Stück weit fremd ist, aber weil mir der Gedanke nicht hilft, schiebe ich ihn weg, und trenne zwischen mir und euch. Wir sind alle Gestrandete. Angespült an verschiedenen Ufern des Lebens.
Das nobelste persönliche Ziel ist die Überwindung der Angst vor der Wahrheit, egal wie sehr diese uns auch verletzen mag, weil sie uns in den Pathos der ganzen Welt zurückführt und uns mit der Erinnerung an ihren kollektiven Schmerz rückverbindet.
Wenn man …
… die Banalität des eigenen Seins erstmal erkannt hat, spielt die Anerkennung durch andere Menschen kaum eine Rolle. Das ist wahre Freiheit.