Grenzen der anderen

Wenn Mutti hinterherruft, dass wir uns melden sollen, wenn wir zu Hause angekommen sind, schmunzeln wir. Jeder weiß, sie macht sich halt Sorgen. Wahrscheinlich aber hat gerade einzig sie noch die wahre Berechtigung dazu. Kurzum, wir wissen haargenau, das sind Muttis Ängste, ihre Grenzen und nicht die eigenen und so kommt es ziemlich oft vor, dass man einfach vergisst, ihr die Gewissheit zu geben, dass alles gut ist. Dass ich, Du, Wir gut angekommen sind. Wir vergessen es uns zu melden. Und dann, so verrückt das klingt, schaffen es Menschen, die einem kaum nahe sind, die man meistens auch gar nicht wirklich mag, einem im Grunde dieselben Ängste aufzuzwängen. Jetzt schmunzelt niemand mehr. Jetzt denkt der Kopf und denkt und denkt. Schlimmstenfalls unterwirft man sich, obwohl es keine logische Grundlage dafür gibt und tut das, was einem irgendwer geraten hat. Ohne zu verstehen, dass es seine oder ihre Ängste, ja Grenzen sind.

Wir. Sollten. Es. Doch. Besser. Wissen. 

Wann immer jemand mit seinen eigenen Grenzen kommt, einem erklärt, was geht und was nicht geht kurz innehalten und nachdenken!

(Und nicht vergessen bei Mutti zu melden.)

Du bist ebenfalls die schönste Blogentdeckung des Jahres mit genauso viel Nicken. @maschinist

Veröffentlicht von Vielverwinkelte

Lyrik berührt Moderne.

2 Kommentare zu „Grenzen der anderen

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