Kleine Dinge

Ich schreibe eigentlich immer über lächerlich kleine Dinge. Warum Mädchen auf Bad Boys stehen und warum Kinder eigentlich immer laufen müssen. Und das ironische ist der Ernst mit dem ich diese immanenten Fragen in meinen Beobachtungen stelle, aber noch verrückter ist, dass ich sogar wesentliche Antworten zu erkennen glaube. Vielleicht weil ich glaube, dass man das Leben prinzipiell so oft drehen und wenden kann, dass sich eigentlich nur im Unsinnigen wirklicher Sinn erkennen lässt. Dass wir mit unserem Leben umso deutlichere Muster zeichnen, desto unbewusster und instinktiver unser Handeln sich ausnimmt. Ich glaube, dass wir umso näher bei uns selbst sind, je kleiner die Momente sind. Und alle großen Themen interessieren mich eigentlich gar nicht. Dadurch, dass ich viele Dinge so anders sehe, kaleidoskopische Bedeutungen erkenne, können die meisten auch nicht wirklich etwas damit anfangen. Aber von meiner Warte aus gesehen ist alles andere affektiert. Wenn man etwas atomisiert, egal wo man auch suchen mag, es so lange teilt, bis man es nicht mehr teilen kann, wird man immer auf ein Stück Wahrheit treffen, die sich dort finden lässt, weil dort noch niemand mit genügend Irrsinn danach gesucht hat. Wer seine Einfältigkeit auf den Kopf zu stellen schafft, wird immer die Weisheit darin erkennen.

2 Kommentare zu „Kleine Dinge

  1. Es ist vor allem wahr. Und ich lieben diesen Scheiß. Aber wem erzähle ich das? Du bist eine von ganz wenigen Menschen, der ich nicht das Gefühl habe das erst erklären zu müssen.

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