Ambivalenz

Ich werde oft aus dem selben Grund gehasst oder geliebt. Es liegt an meiner Ambivalenz. Ich erlaube mir gleichermaßen sehr sanft oder sehr hart zu sein. Und es gibt immer wieder Menschen die einen dieser Aspekte mögen, aber selten kann jemand beides annehmen, ohne mich zu teilen. Ja. Ich habe einen Hang zu Poesie, Lyrik und Romantik. Ja, ich kann sehr derbe und zynisch sein. Und ich mag mich dafür, weil mich die Vereinigung dieser Gegensätze echt macht. Ohne eines davon würde ich mich geteilt fühlen. Ohne diese Polarität wäre ich nicht ich selbst. Und ich mag diese Ambivalenz in allen möglichen Spielarten auch sehr an anderen. Die meisten finden das wohl eher anstrengend, aber ich empfinde es als Tiefe und menschliche Sicherheit. Das sind Menschen für die sich Grenzen die andere oft als Normalität und Konventionen hinnehmen, sehr schnell beengend anfühlen, so dass sie nicht mehr in etwas hineinpassen und immer darüber hinausragen, auch wenn man gerne versucht sie dort hineinzustecken. Ich glaube das ist so ein bisschen Seelenverwandtschaft, was wir dann in manchen Fällen teilen.

In einer Zeile noch Gedicht,
wird’s mir in nächster schon zu schlicht.
Fluch und Hader bricht sich Bann,
weil ich nur beides leben kann.
Was ist’s mit diesem Drang zu teilen?
Ich kann nicht lang im Wort verweilen.
Und leben nur mit einer Kraft,
die Schönes,
doch nur Halbes schafft.

Ein Kommentar zu “Ambivalenz

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