Die Geschichte beginnt mit folgender Überlegung.
Woher kommt eigentlich das Wort Törn von Segeltörn? Tja, das Dilemma ist ja, dass mir nichts weiter einfällt als antörnen. Anmachen, angeilen, na ihr wisst schon, was ich meine.
Ich bin also mit meinem Ehemann auf den Weg zum Segel(antörn)Urlaub.
Voller Vorfreude haben wir den langen Weg nach Piräus auf uns genommen, um auf die Star Flyer zu gelangen. Ein wunderschöner Segler, angekommen und Empfangscocktail bekommen. Reimt sich, haha!
Schnittchen, toller Empfang, leicht angeheitert die Kajüte bezogen. Etwas mulmig ist mir, ich muss unbedingt nachher Ausschau halten, ob es auch auf diesem Schiff einen Dr. Zeh gibt, der es auf meine kleinen Zehen abgesehen haben könnte. Für alle, die jetzt null verstehen, scrollt doch mal nen bisschen auf dem Blog! Nicole hat hier schon nen paar Stories bekommen.
Ich räume also die Sachen aus dem Koffer in den Schrank, zack, die Schuhe nach ganz unten und dann Huch!
Was ist das? Ungläubig schaue ich skeptisch in unser Schuhfach.
Es ist grau, leicht angerauht, ich bücke mich, um „es“ zu begutachten, mit spitzen Fingern hole ich „es“ hervor. Einen mir unbekannten Herrenslip.
Nen Schlüpper, Schlüpfer, Unterbuxxe.
Ich halte das Teil spitz zwischen Daumen und Zeigefinger und drehe mich mit fragendem Blick in Richtung meines Mannes.
„Meiner isses nicht“, höre ich von ihm, während er mich ebenfalls fragend mustert.
„Guck mich nicht so an, meiner isses auch nicht!“
Sein Blick bleibt fragend, als würde ich nen fremden Männerschlüpper in meiner Handtasche mitschleppen, um ihn dann im Schuhfach auf dem Segelurlaub unbemerkt zu entsorgen.
„Krass gute Idee eigentlich“, sage ich ihm und zwinkere ihm zu.
„Sehr witzig“, mehr kommt da nicht.
Ich lache.
Er nicht.
Er schaut mich an und ich überlege, wo das Ding herkommt, was hat er erlebt, vor allem, wen? Groß? Klein? Dick, dünn? Roaar …
„Hm“, denkt mein Mann laut und ich merke, dass auch er sich dieselben, völlig unnützen Fragen stellt.
In schwenke das Teil so gut ich das zwischen Daumen und Zeigefinger eben kann wie ein Lasso über meinen Kopf und lasse selbstverständlich im richtigen Moment los, um es im Mülleimer zu beerdigen.
„Wollen wir ne Trauerrede halten, kommt trocken von meinem höchst witzigen Ehemann.“
„Seebestattung, später“, sage ich und hoffe das bis dahin der Müll geleert wurde.
Wir wollen hoch an Deck, den Urlaub genießen und alles, an was ich denke, ist das Stück Stoff aus meinem Schuhfach.
Hundewelpen, summe ich leise vor mich hin, damit ich von dem Ding gedanklich loskomme.