Ich hab mich immer schon sehr unverstanden gefühlt. Mittlerweile ist das ok. Es ist wohl irgendwie mein Schicksal. Das ist mein Problem und nicht das der anderen. Außerdem habe ich (endlich) den Luxus, dass ich andere Menschen in fast allen Fällen einfach nicht mehr brauche. Aber als Kind und Jugendlicher war das nicht so einfach. Ich hab mich ziemlich gehasst. Weil ich keinen Platz außer in mir selbst für mich hatte. War ja klar, dass ich dann irgendwann keinen Bock mehr hatte aus mir rauszukommen. Das richtig miese aber war, jedes mal wenn ich mich überwunden habe, und trotzdem versucht aus mir rauszukommen, nachdem ich erst mal den Mut suchen musste, bin ich einfach gegen eine Wand gelaufen. Weil ich keine gemeinsame Sprache finden konnte. Kein Mimimi. Es ist heute WIRKLICH scheißegal. Aber die Erinnerung liegt hier immer noch rum. Warum ich sie nicht wegwerfe? Weil man Dinge daraus lernen kann. Nicht immer noch, sondern sogar erst jetzt. Ich versteh es übrigens auch. Ich bin ja irgendwie anders. Umgekehrt wäre das für mich vermutlich auch schwierig? Manchmal ist es eben so. Und niemand kann was dafür. Randomness. Oh. Und mittlerweile habe ich es kuschlig. Ich mag bloß diese romantische Beschwerdekultur. Im Gegenteil: Ich glaube sogar mein Leben ist jetzt leichter als das der meisten anderen. Weil ich mir meinen inneren Frieden verdienen musste, als ich noch sehr jung war. Dadurch bin ich nicht wie viele andere auf die Suche im Außen angewiesen. Ich bin ein verfickter Panzer.

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