Dienstleistung is Motherfucker advanced

Bitte Teil eins weiter unten lesen, dann sind Sie gut in der Thematik drin. Worum geht es? Darum, dass Dienstleistung leider, leider verstorben ist.

Das habe ich plausibel erklärt im Teil eins.

Herzliches Beileid jedenfalls und dann hab ich hier 1A die Fortsetzung der verstorbenen Dienstleistung rhetorisch anhand einer selbst erlebten Begebenheit aufgearbeitet.

Also, was ist passiert?

Überraschend, ich war griechisch essen. Und nein, nicht im Laden der null-Bock Bedienung, die Brokkoli nicht von Schweinefilet unterscheiden kann.

Von Beginn an:

Ich mache mit einem Unternehmen aus der freien Wirtschaft einen zweitägigen Workshop zu meinen Themen (Klingt spannend, was?) und workshoppe mit zehn Ausbildern herum. Und wie das so ist, hat das Unternehmen zum Mittag den Griechen um die Ecke gebucht und was tun wir?

Zum Griechen um die Ecke gehen. Pünktlich 12 Uhr versteht sich.

Getränkebestellung:

6 Coke zero
2 Coke
2 Wasser
Und einer wurde vergessen.

Sieben Minuten später kommt der junge Kellner und ruft am Tisch oben lediglich „zero“ in den Saal. Der erste meldet sich und ab dann ruft der Kellner …

Noch?

Noch?

Noch?

Noch?

Dann reicht er irgendwem die Coke zero in die Hand und weist an, die zum Adressaten durchzuschieben. Ist ja auch wirklich nicht sein Problem.

Vorbei die Zeit, wo jeder sein Getränk vor sich abgestellt bekommt. Bye bye schöne alte Welt. Ich vermisse dich und ich bin keine verbitterte 87-jährige.

Dann gibt es ein Menü. Alle dasselbe Essen.

Salat:

Noch?

Noch?

Noch?

Furztrockenes Schnitzel, Labberpommes und Maggi Fix braune Bratensoße für alle …(besonders griechisch)

Noch?

Noch?

Noch?

Und so sind wir alle beschäftigt seine Arbeit zu machen und ich grinse vor mich hin und betrauere den Verlust der Dienstleistung.

Dessert und Sie wissen, was ablief.

Derweil isst der Thorsten noch und mittendrin schnappt sich Noch den Teller und will abräumen.

Gäste, bäh. Was‘n Pack.

Hu! Doch im Dienstleistungsmodus? Er will echt abräumen?

Thorsten brummt Noch an, er würde noch essen! Noch schaut angepisst, geht vom Tisch, um drei Minuten später monströs ironisch an Thorsten zu richten, ob er JETZT fertig ist?

Thorsten wächst ne Feder aus dem Nacken, interessiert Noch aber null.

Dann räumt Noch ab und belustigt sage ich bei jedem Teller:

Noch!

Noch!

Noch!

Alle grinsen, weil sie meinen Witz verstehen, außer …?

Richtig, Noch!

Der fand mich gar nicht witzig und schenkte mir einen fiesen Blick.

Schade eigentlich, oder auch nicht.

Dienstleistung is Motherfucker.

RIP

Veröffentlicht von Vielverwinkelte

Lyrik berührt Moderne.

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