Das Wunder

Das Wunder der Literatur liegt nicht einfach in der Schönheit der Sprache. Aber durch diese Schönheit wird alles so viel näher gerückt, was sich sonst im Grenzland der Seele nicht ausdrücken lässt. Dinge die wir alle schon einmal gefühlt haben, ganz nah auf unseren Sinnen, oder als ein fernes Gefühl der Sehnsucht, die uns irgendwie„Das Wunder“ weiterlesen

Kuckucksei

Manchmal überschneiden sich Leben, weil man miteinander verwandt ist, die so gar nicht zusammenpassen. Vielleicht ist man das Kind solcher Menschen, oder ist füreinander Brüder und Schwestern. Dann hat man das ganze Leben bereits neben der Spur begonnen. Weil man in etwas hineingeboren wurde das einem immer das Gefühl gibt am falschen Ort zu sein.„Kuckucksei“ weiterlesen

Alte Häuser

Alte Häuser haben manchmal diesen Charme wilder anachronistischer Blumen. Vereinzelt stehen sie da, und verändern unseren Begriff von Zeit. Als ob jemand mit einem ganzen Gebäude aus der Vergangenheit in die Gegenwart gereist wäre, sind sie dem Versuch nicht aufzufallen verschrieben und dabei ganz still. Wäre die Stadt ein Gemälde, so ließe sich sagen, dass„Alte Häuser“ weiterlesen

Vergeben und Verzeihen

Darin nämlich liegt für mich der Unterschied zwischen Vergeben und Verzeihen. Verzeihen kann ich nur dort, wo auch aufrichtige Reue empfinden wird. Dafür braucht es ein Einsehen und den gegenseitigen Willen, dass man seinen Weg auch gemeinsam fortsetzen möchte. Es bedeutet, dass wieder Friede herrscht, oder in manchen Fällen auch eher heilsame Neutralität um sich„Vergeben und Verzeihen“ weiterlesen

Das Gegenteil des Gefühls der eigenen Mitte

Und dann hast du dieses Gefühl einer letzten Zigarette, einer Letzten, weil es niemals wirklich die Letzte ist, sondern viele Letzte sind, und dieses spezifische Gefühl hast du, weil du mit etwas aufhören musst, aber noch nicht loslassen willst. Du durchlebst die gesamte lange Diskrepanz von Wille und Entscheidung, weil du alles in diesen Entschluss„Das Gegenteil des Gefühls der eigenen Mitte“ weiterlesen

Plätzchen

Die Teigrolle die zwischen uns hin und her gerollt wurde, war der wichtige Teil unseres Gesprächs ohne Worte. Der rohe Teig war unsere Verbindung, eingeschneit mit Mehl in diesem schweigenden Moment. Dazu die Musik deiner Hände, die mir das Gefühl gab dein Komplize zu sein. Diese Fährte die deine Fingerspitzen im Mehl hinterlassen haben! Als„Plätzchen“ weiterlesen

Viele Jahre schmiedeten meine Jugend

Wie langsam die Zeit in der Jugend verging, und wie lange ich ein Teenager war, auch wenn im Rückblick alles so schnell vergangen scheint. Jedes Jahr begann mit einer Geburt im Frühling, dann eine Hochzeit mit dem Leben im Sommer, die langen unsicheren Tage des Herbsts, welche auch als sie noch Gegenwart waren, sich schon„Viele Jahre schmiedeten meine Jugend“ weiterlesen