Das beschissene System

Viele Jahre befasse ich mich mit den staatlich auferlegten Zwängen. Mir fiel dabei auf, dass die einzige wirkliche verpflichtungsfreie Zeit die von null bis zum sechsten Lebensjahr ist.

Interessant, weil zumindest ich mich erst ab meinem vierten, wenn nicht fünften Lebensjahr erinnern kann. Gehe ich jetzt vom fünften Lebensjahr aus, so hatte ich keine zwei Jahre einfach für mich.

Es schließen sich Schule, Ausbildung und/oder Studium an und dann landeste fixxe Schnitzel im Arbeitsleben. Aktuell muss ich bis 67 arbeiten, um endlich mal Zeit für mich selbst zu haben, wobei dann wahrscheinlich diverse Krankheiten im Vordergrund stehen werden. Und wenn ich mir anschaue, wie offensiv unsere bunte Regierung die Kohle raushaut oder allen Ländern einfach so Geld verspricht, werde ich wahrscheinlich bis 124 arbeiten müssen, um dann 347€ brutto vom Staat überwiesen zu bekommen, während meine Miete zwischen 3450-6000€ liegen wird. Jeder Wocheneinkauf 400€ kostet und sich auch im Jahr 2060 noch immer alles auf Corona und dem Krieg in der Ukraine gründet, während die Inflation längst zweistellig ist, wahr und bleiben wird.

Während ich schreibe schätze ich die Wahrscheinlichkeit auf eine Demenzerkrankung ab dem 80. Lebensjahr als signifikant steigend ein. Für mich. Für Dich. Für alle.

Puh, doch keine freie Zeit für mich, schließlich kann es sein, dass ich nicht mal mehr weiß, wer ich überhaupt bin.

Ist. Das. Nicht. Furchtbar?

Ich antwortete mal für mich: JA! Es ist furchtbar.

Jede Wette ein Großteil der Menschen haben keine Ahnung davon, wie kreativ sie sind oder was sie eigentlich wirklich im Leben machen wollen.

Woher denn auch? Schließlich sind wir ja alle ein ganzes Leben lang beschäftigt.

Ich habe dafür keine Lösung, nur (m)ein Lebensmotto:

Erkenntnis verpflichtet!

Und so versuche ich es für mich anders zu machen, damit ich weiß wer ich bin. Schließlich sind knapp zwei Jahre nur für mich bei meinem erwartbaren Renteneintrittsalter mehr als zu wenig!

Veröffentlicht von Vielverwinkelte

Lyrik berührt Moderne.

2 Kommentare zu „Das beschissene System

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