George Clooney und ich adipös im Hamam. I 

Der Ossi in mir, der vor Äonen von Jahren lediglich Pfeffer und Salz kannte, na ja … vielleicht noch Paprika Edelsüß, muss natürlich seit der Wende alles Fehlende und Neue ausprobieren. Die Jahre DDR haben wirklich was mit mir gemacht:

Abenteuerlust

Volle Mütze Kreativität

Ne Nuance Verrücktheit!

Wie sagte einst ein Wissenschaftler? Dieser Töpfchenzwang im Kindergarten hat uns Ossis eben einen an der Klatsche geschenkt. Hö Hö Hö
Gut, wäre das geklärt.

Back to Basic.

Ehemann hat Geburtstag und ich suche ein schönes Geschenk. Was liegt da näher als gemeinsame Zeit? Kraft aller Unwissenheit buchte ich ein Hamam für uns zwei. Nur er und ich. Er schaute mich skeptisch an und damit er nicht davonlaufen konnte, terminierte ich den Termin direkt auf seinen Geburtstag.

17 Uhr los geht’s …

Wir betreten die Räumlichkeiten, die mich stark an den Orient erinnern. Es riecht nach Duftkerzen, überall ist dunkles Holz und aus dem Hintergrund tönt so Klingklangklung Musik, die ich ganz nett finde. Wir legen unsere Sachen ab und ich schiebe meinen Holden vor, als es darum geht, wer als erstes dran ist. Schließlich hat er heute Geburtstag, mein Totschlagargument. 👍

Er giftet mich an, pellt sich aus seinen Klamotten und geht nur mit Slip bekleidet Richtung …keine Ahnung, bin ja schließlich das erste Mal da.

Ich ziehe mich in Ruhe aus und wickle meinen speckigen Körper in einen reinweißen Bademantel. Natürlich trage ich Unterwäsche darunter. Frau von Welt eben.

Ich fühle mich gut, bis ein silberner Samowar faucht wie ein Drache. Ich stutze und schleiche mich an das Teil heran. Es faucht in regelmäßigen Abständen und ich denke mir, dass ich den Drachen jetzt eher in die russische Kultur sortiert hätte als in die Hamamische. Ich erschrecke mich elendig, denn mein kreativ-kulturelles Denken wird gestört, indem ein arabischer George Clooney mir erklärt, dass ich mir nen Tee vom Drachen nehmen könnte. Entspannung und so. Ahhh, so zu der Klingklangklung Mukke passte doch so´n Chill mal deine Base Tee hervorragend. Ich suche mir nen Tee raus, der nicht nach Gift klingt und bereite ihn mir zu.

Er schmeckt scheiße.

Verstohlen schaue ich
George hinterher und stelle fest, dass er lediglich ein Handtuch um die Hüften hat. Alles andere an ihm ist nackt und ich frage mich, ob ein Slip unterm Handtuch ist. Anerkennend pfeife ich durch die Zähne und erstarre umgehend, da ich nicht mehr weiß, ob ich im Hamam oder im Swingerclub bin. Und, wenn ja, wo ist mein Mann? Zu Hilfe!!!

Wenige Minuten später kommt Mr. Clooney aus dem Raum der Räume, den ich ja noch nicht kenne und gibt mir mit einem super ich-schmelze-dahin-Grinsen den Slip meines Mannes. Ich frage, ob ich mal gucken kann?! Er zeigt mir, dass ich still sein soll und ihm folgen soll.  

Mache ich grandios wie ich finde.

Mein Adonis liegt mit geschlossenen Augen auf einer schwarzen Marmorplatte, der Raum ist komplett schwarz gefliest und überall sind Sternenlichter eingebaut. Die Temperatur schätze ich auf über 40 Grad. Die Luftfeuchtigkeit auf 120%. Klingklangklung Radio läuft auch hier. Da mein Mann glücklich aussieht und keine fremde Frau bei ihm ist, zeige ich Daumen hoch zu George und schleiche zurück zu dem scheiße schmeckenden Tee und meiner Liege. Ich fühle mich mondän, denke mir, so müssen sich reiche Menschen fühlen und genieße den Tee (Lüge) aber vor allem meine grandiose Geburtstagsgeschenk Idee. Ich höre durchaus einige Geräusche aus der Sternenfunkelnden Hamamkabine und freue mich für meinen Mann.

Bis …
 

 

 

 
* Mir wie Schuppen von den Augen fällt, dass ich direkt danach dran bin
* dass aus George sicher nicht Georgina werden wird
* dass er bestimmt meinem Mann grinsend meinen String bringen will
 
Ich bin am Arsch, denke ich und suche gedanklich Notausgänge.

Coming soon und so …

Veröffentlicht von Vielverwinkelte

Lyrik berührt Moderne.

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